Görlitz, Ludwigsdorf, Lettland, Frankreich (ots) –
Am Sonntagabend, gegen 21:15 Uhr, kontrollierten Beamte der Bundespolizei am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf auf der BAB 4 einen aus Polen kommenden Fernbus.
Ein Reisender legte zur Kontrolle einen finnischen Reisepass vor und gab sich damit als EU-Bürger aus. Im Rahmen der Identitätsfeststellung stellten die Beamten jedoch deutliche Unstimmigkeiten zwischen dem Aussehen des Mannes und dem Lichtbild im Pass fest. Zudem war der Reisende nicht in der Lage, sein angebliches Geburtsdatum fehlerfrei zu nennen. Die fahndungsmäßige Überprüfung verlief ohne Treffer.
Eine anschließende Durchsuchung führte schließlich zum Auffinden des echten Ausweisdokuments: einer lettischen ID-Card für Flüchtlinge. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mann um einen 29-jährigen Staatsangehörigen von Guinea handelt.
Die Bundespolizisten leiteten ein Strafverfahren wegen Ausweismissbrauchs, unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts ein. Im Rahmen der Vernehmung gab der Mann an, auf dem Weg nach Frankreich gewesen zu sein, um dort Asyl zu beantragen. Den lettischen Reisepass habe er nach eigenen Angaben in Riga von einer unbekannten Person für 500 Euro erworben. Der Verkäufer habe ihm versprochen, er könne damit „easy“ reisen.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde dem guineischen Staatsangehörigen die Einreise in das Bundesgebiet verweigert. Er wurde nach Polen zurückgewiesen.
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf
Pressesprecher
Danilo Weise
Telefon: 0 35 81 – 3626-6110
Mobil: 0175/9029421
E-Mail: [email protected]
www.bundespolizei.de
Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots


