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1. Oktober 2026

FW Dresden: Neue Einsatzmittel stärken die Feuerwehr Dresden

Dresden (ots) –

Drei Rettungsboote, zwei Drehleitern und zwei Tanklöschfahrzeuge wurden am 30. September übergeben

Die Feuerwehr Dresden modernisiert ihren Fahrzeug- und Technikbestand weiter. Am Mittwoch, 30. September 2026, wurden drei neue Rettungsboote, zwei Drehleitern und zwei Tanklöschfahrzeuge offiziell an ihre künftigen Standorte übergeben. Insgesamt investiert die Landeshauptstadt Dresden rund 3,67 Millionen Euro in die sieben neuen Einsatzmittel. Rund 1,56 Millionen Euro davon werden vom Freistaat Sachsen gefördert.

Die drei neuen Rettungsboote RTB II werden künftig an den Feuer- und Rettungswachen Albertstadt, Übigau und Striesen vorgehalten. Die beiden neuen Drehleitern DLAK 23-12 gehen an die Feuer- und Rettungswachen Löbtau und Altstadt. Je ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 4000 erhalten die Stadtteilfeuerwehren Weißig und Langebrück.
Mit den Beschaffungen ersetzt die Feuerwehr Dresden einerseits Einsatztechnik, die ihre Nutzungsgrenze erreicht hat. Andererseits werden bestehende Einsatzkonzepte gezielt weiterentwickelt – von der Menschenrettung über die Wasserrettung bis hin zur dezentralen Löschwasserversorgung.

Jan Pratzka, Bürgermeister für Wirtschaft, Digitales, Personal und Sicherheit, sagt:
„Eine leistungsfähige Feuerwehr braucht hervorragend ausgebildete Einsatzkräfte und ebenso zuverlässige, moderne Technik. Mit dieser Investition stärken wir Berufsfeuerwehr und Stadtteilfeuerwehren gleichermaßen. Die neuen Einsatzmittel erhöhen die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt und zugleich die unserer Einsatzkräfte.“

Neue Drehleitern für Löbtau und Altstadt
Die neuen Drehleitern ersetzen zwei Fahrzeuge, die mittlerweile 19 Jahre alt sind. Sie haben ihre vorgesehene Nutzungsdauer erreicht beziehungsweise stehen unmittelbar davor. Gleichzeitig wird ihre Instandhaltung zunehmend schwieriger. Für einzelne Komponenten sind Ersatzteile nicht mehr verfügbar, sodass technische Defekte teilweise nicht mehr dauerhaft oder wirtschaftlich behoben werden können. Mit den beiden neuen Drehleitern des Typs DLAK 23-12 wird deshalb eines der zentralen Rettungsmittel der Berufsfeuerwehr erneuert. Die Fahrzeuge basieren auf Scania-Fahrgestellen und verfügen über Aufbauten von Rosenbauer. Drehleitern dienen insbesondere der Menschenrettung aus Höhen und Tiefen. Darüber hinaus kommen sie bei Bränden und technischen Hilfeleistungen zum Einsatz. Die neuen Fahrzeuge verfügen über einen fünfteiligen Leitersatz mit Gelenkteil und einen Rettungskorb mit einer Nutzlast von bis zu 500 Kilogramm. Das Gelenkteil erweitert die taktischen Möglichkeiten insbesondere bei zurückgesetzten Gebäudeteilen, schwer erreichbaren Dachflächen und eingeschränkten Aufstellmöglichkeiten.
Gerade im Dresdner Stadtgebiet mit beengten Straßenräumen, dichter Bebauung und teilweise vorhandenen Oberleitungen der Straßenbahn bietet diese Bauweise zusätzliche Möglichkeiten. Eine modernisierte Krankentragenaufnahme sowie ein vollständig auf LED-Technik basierendes Beleuchtungskonzept verbessern darüber hinaus die Arbeitsbedingungen und die Sicherheit der Einsatzkräfte.
Wasserrettung auf der Elbe wird umfassend modernisiert

Auch die bisherigen Mehrzweckboote werden ersetzt. Sie wurden nach der Hochwasserkatastrophe 2002 beschafft und sind nach mehr als zwei Jahrzehnten Einsatzdienst dringend erneuerungsbedürftig. Für verschiedene Bauteile sind mittlerweile keine Ersatzteile mehr verfügbar. Eine weitere dauerhafte Nutzung im regulären Einsatzdienst ist deshalb nicht mehr vertretbar. Hinzu kommt, dass sich die Anforderungen an die Wasserrettung verändert haben. Stark schwankende Wasserstände der Elbe stellen heute andere Anforderungen an die Einsatztechnik als zum Zeitpunkt der damaligen Beschaffung. Die drei neuen Rettungsboote RTB II des Typs Pioner Multi III werden an den Feuer- und Rettungswachen Albertstadt, Übigau und Striesen stationiert. Die Standorte ermöglichen kurze Anfahrtswege zu den Slipstellen und gewährleisten grundsätzlich die Verfügbarkeit eines Bootes auf beiden Seiten der Elbe. Ist ein Boot aufgrund von Wartungsarbeiten oder Prüfungen vorübergehend nicht verfügbar, kann ein anderes entsprechend umgesetzt werden. Die 5,30 Meter langen Boote werden von einem 70-PS-Außenbordmotor angetrieben. Ihr robuster Kunststoffrumpf wird in einem Stück gefertigt. Die besondere Rumpfform sorgt für gute Fahreigenschaften sowie eine hohe Spur- und Kippstabilität. Eine zu öffnende Bugklappe erleichtert die Aufnahme von Personen aus dem Wasser. Zur Ausstattung gehören außerdem ein fernsteuerbarer Suchscheinwerfer sowie ein Kartenplotter mit Sonartechnik.

Tanklöschfahrzeuge stärken dezentrale Löschwasserversorgung
Mit den beiden neuen Tanklöschfahrzeugen TLF 4000 wird ein wichtiger Baustein des Einsatzkonzeptes der Dresdner Stadtteilfeuerwehren weiter gestärkt. Je ein Fahrzeug wird bei den Stadtteilfeuerwehren Weißig und Langebrück stationiert. Eine zentrale Aufgabe der Stadtteilfeuerwehren besteht darin, bei größeren Einsatzlagen die dezentrale Löschwasserversorgung im Stadtgebiet sicherzustellen. Insbesondere in den Randlagen Dresdens, in Wald- und Vegetationsflächen, bei größeren Entfernungen zu leistungsfähigen Hydranten oder an Einsatzstellen außerhalb dichter Bebauung müssen größere Mengen Löschwasser schnell und unabhängig zur Verfügung gestellt werden können. Die beiden neuen TLF 4000 ergänzen dieses Konzept gezielt. Jedes Fahrzeug führt 4.000 Liter Löschwasser und 500 Liter Schaummittel mit. Die allradgetriebenen Fahrzeuge auf Scania-Fahrgestellen verfügen über 360 PS und bieten Platz für sechs Einsatzkräfte. Zusätzlich zur Normbeladung sind sie mit spezieller Ausrüstung für Wald- und Vegetationsbrände sowie für Großschadenslagen wie Starkregen- und Sturmeinsätze ausgestattet. Eine Besonderheit ist der in die Pumpensteuerung integrierte Trainingsmodus. Damit können Einsatzkräfte die Bedienung der Pumpe und der Druckzumischanlage unmittelbar am Fahrzeug trainieren, ohne dass dafür der Fahrzeugmotor laufen muss.

Jan Wolf, Abteilungsleiter Einsatz der Feuerwehr Dresden, erklärt:
„Jede dieser Beschaffungen löst ein ganz konkretes taktisches Erfordernis. Mit den Gelenkdrehleitern gewinnen wir Handlungsspielraum bei schwierigen Aufstellbedingungen, mit den neuen Booten stellen wir uns in der Wasserrettung deutlich besser auf und die Tanklöschfahrzeuge sind ein wichtiger Baustein unserer dezentralen Löschwasserversorgung. Entscheidend ist für uns nicht allein, dass die Technik neuer ist. Sie muss unsere Einsatzkräfte dabei unterstützen, ihre Aufgaben sicherer, schneller und wirkungsvoller zu erfüllen.“

Investition in die langfristige Leistungsfähigkeit der Feuerwehr
Die sieben neuen Einsatzmittel stärken unterschiedliche, aber eng miteinander verbundene Bereiche der Gefahrenabwehr. Die Drehleitern sichern die Menschenrettung insbesondere im dicht bebauten Stadtgebiet. Die Rettungsboote bilden einen wesentlichen Baustein der modernisierten Wasserrettung auf der Elbe. Die Tanklöschfahrzeuge erweitern die Möglichkeiten der Stadtteilfeuerwehren bei der dezentralen Löschwasserversorgung sowie bei Waldbrand- und Unwetterlagen.

Dr. Michael Katzsch, Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes, sagt:
„Bei einer solchen Beschaffung geht es nicht darum, alte Technik einfach eins zu eins durch neue zu ersetzen. Wir nutzen den notwendigen Generationswechsel, um Erfahrungen aus vielen Jahren Einsatzdienst aufzunehmen und unsere Konzepte weiterzuentwickeln. Damit investieren wir nicht nur in moderne Technik, sondern langfristig in die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr Dresden.“

Insgesamt beträgt die Investitionssumme für die sieben übergebenen Einsatzmittel 3.665.021,79 Euro. Davon entfallen 2.033.336,34 Euro auf die beiden Drehleitern, 1.396.193,28 Euro auf die beiden Tanklöschfahrzeuge und 235.492,17 Euro auf die drei Rettungsboote einschließlich Trailer. Für die Beschaffungen stehen Fördermittel in Höhe von insgesamt 1.564.619,13 Euro zur Verfügung. Davon entfallen 926.000 Euro auf die beiden Drehleitern, 462.000 Euro auf die Tanklöschfahrzeuge und 176.619,13 Euro auf die Rettungsboote. Der Eigenanteil der Landeshauptstadt Dresden beträgt damit 2.100.402,66 Euro.

Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Dresden
Pressestelle Feuerwehr Dresden
Michael Klahre
Telefon: 0351/8155-295
Mobil: 0160-96328780
E-Mail: [email protected]
https://www.dresden.de/feuerwehr

Original-Content von: Feuerwehr Dresden, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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